
Intelligente Heizung in die Praxis umsetzen: IPX5 und die Einrichtung im Haushalt
Wenn Sie eine Heizung im Badezimmer oder auf der Terrasse installieren möchten, reicht es nicht aus, einfach einen WLAN-Chip darauf anzubringen – das ist noch lange nicht ausreichend. Man muss auch an das Wasser denken.
Deshalb spielt die IPX5-Klassifizierung eine wichtige Rolle. Im Grunde bedeutet das, dass die Heizung auch dann weiterhin funktioniert, wenn Wasser von allen Seiten darauf spritzt – sie wird also nicht überhitzen oder den Schutzschalter auslösen. Das ist das Mindestmaß für Geräte, die in „feuchten Bereichen“ verwendet werden.
Das „instantane“ Wärmegefühl
Das Tolle an Infrarotheizungen ist, dass sie die Luft im Raum nicht aufwärmen müssen. Stattdessen strahlen sie die Wärme direkt auf den Menschen ab. Es fühlt sich an, als würde man in Sonnenlicht treten, sobald man den Schalter betätigt. Im Vergleich zu herkömmlichen Konvektionsheizungen, die erst zwanzig Minuten brauchen, um die Kälte aus der Luft zu vertreiben, ist Infrarotheizung in Sekundenschnelle wirksam. Es handelt sich dabei um eine völlig andere Erfahrung.
Integrierung in das intelligente Zuhause
Um die Funktionen per Smartphone oder Sprachassistent zu nutzen, müssen zwei verschiedene Systeme miteinander verbunden werden: Die Hochspannungsversorgung, die die Heizung antreibt, sowie die Niederspannssignale des intelligenten Steuergeräts.
Wir verwenden dazu in der Regel einen leistungsstarken Relais oder einen dimmbaren Schalter, der diese Aufgabe übernimmt. Das Steuergerät sendet ein Signal, das Relais schaltet sich ein – und die Heizung beginnt zu arbeiten.
Falls Sie Zigbee oder Matter verwenden, können Sie die Heizung sogar so einstellen, dass sie automatisch einschaltet, sobald Sie den Raum betreten. So müssen Sie nicht mehr warten, bis die Heizung vollständig funktioniert.
Dinge, die Ihnen niemand sagt
Aber es gibt auch einige Nachteile. Hochleistungsheizungen verbrauchen viel Energie. Wenn man fünf solcher Heizgeräte an einem intelligenten Anschluss anschließt, kann das dazu führen, dass der Schutzschalter auslöst – oder schlimmer noch: Der billige intelligente Schalter geht kaputt. Man muss sicherstellen, dass die Verkabelung und die Relais die Belastung bewältigen können.
Außerdem muss die Heizung wasserdicht sein. Da der IPX5-Schutz gegen Wasser gewährleistet, bleibt die Wärme zusammen mit der Elektronik im Inneren der Heizung. Um zu verhindern, dass das Gerät während langer Winternächte überhitzt, verwenden wir groß dimensionierte Kühlkörper, um die Leiterplatten kühl zu halten.
Es ist zwar keine raffinierte Lösung, aber sie sorgt dafür, dass das Gerät nicht kaputtgeht.