
Warum wir unsere Heizgeräte „durch die Hölle der Sauna“ bringen
Wenn Sie ein Infrarotheizgerät im Badezimmer oder im Garten verwenden, bitten Sie im Grunde genommen dieses Gerät, jeden Tag gegen Feuchtigkeit zu kämpfen.
Auf der Verpackung finden Sie oft die Bezeichnung „IP65“. Das ist gut – das bedeutet, dass das Gerät Staub sowie einige Tropfen Wasser verkraften kann. Doch hier liegt das Problem: Die IP-Klassifizierung gibt lediglich an, wie das Gerät beim Verlassen der Fabrik funktioniert. Sie sagt nicht aus, ob die Dichtungen nach drei Jahren voller Dampf, Regen und extremen Temperaturschwankungen immer noch ihre Funktion erfüllen.
Der verborgene Kampf mit der Feuchtigkeit
Wir verlassen uns nicht einfach auf das Beste. Jede Charge von Heizgeräten wird durch Tests unter feuchter Wärme geprüft. Warum? Weil Feuchtigkeit sehr listig ist – sie verursacht nicht nur etwas Rost. Wenn die Heizgeräte heiß werden, findet die Feuchtigkeit die winzigen, mikroskopisch kleinen Lücken in der Verkleidung. Wenn das Gerät danach abkühlt, entsteht ein Vakuumeffekt – dadurch wird noch mehr feuchte Luft ins Innere gesaugt. Im Laufe der Zeit zerstört diese Feuchtigkeit die elektrischen Kontakte sowie die Dichtungen. Wenn das passiert, handelt es sich nicht nur um leichte Störungen – es kann zu Kurzschlüssen oder einem defekten Heizelement kommen.
Absichtliches Beschädigen der Geräte
Unsere Prüfkammern sind im Grunde genommen Hochtechnologietechniken zum „Quälen“ der Geräte. Wir erhöhen die Feuchtigkeit auf 95 % und lassen die Hitze immer wieder wechseln. Es geht uns nicht darum, ob das Gerät bereits am ersten Tag funktioniert – das können doch alle billigen Geräte. Wir wollen wissen, an welchem Punkt das Gerät nach 1.000 Tagen versagt. Wir suchen nach diesen kleinen „Leckstellen“, durch die Feuchtigkeit in die betriebskritischen Bereiche eindringen kann. Es ist besser, wenn wir den Versagenspunkt jetzt schon finden, anstatt dass Sie ihn in drei Jahren in Ihrem Badezimmer entdecken.
Das Gleichgewicht finden
Hier liegt das Schwierige: Zu starke Dichtungen sind ein zweischneidiges Schwert. Wenn wir die Dichtungen zu stark machen, sodass jedes Wassertröpfchen draußen bleibt, sperren wir versehentlich all die Wärme im Inneren des Geräts ein. Die internen Komponenten werden dabei regelrecht „gekocht“. Deshalb investieren wir viel Zeit in die Anpassung der Dichtungen. Wir wollen, dass das Gerät wasserdicht ist – aber gleichzeitig müssen die internen Komponenten genug Platz zum Atmen haben, damit die Kabel nicht durch die Hitze beschädigt werden. Es ist eine delikate Balance – aber es ist die einzige Möglichkeit, Ihnen ein Heizgerät zu liefern, das trocken bleibt und wirklich lang hält.