
Sicherer Einsatz von Infrarotheizern in feuchten Bereichen
Das Platzieren einer Infrarotlampe an einem feuchten Ort – beispielsweise in einem feuchten Raum oder in einem Terrarium mit hoher Luftfeuchtigkeit – führt unweigerlich zu Problemen. Feuchtigkeit lagert sich gerne auf den elektrischen Kontakten ab. Dadurch entsteht eine Brücke für den Stromfluss. Das resultiert in Kurzschlüssen und anderen Störungen. Das ist sicherlich nicht das, was man erreichen möchte, wenn man einfach nur die Umgebungstemperatur erhöhen will.
Eine gute Isolierung ist entscheidend
Der Schlüssel zur Sicherheit liegt in der Trennung zwischen dem funktionsfähigen Heizelement und der Außenhülle. Eine einfache Kunststoffhülle reicht hier nicht aus. Wir verwenden hochwertiges Silikon oder Epoxidharz, um die Anschlüsse zwischen den Drähten und dem Quarztubus fest zu verschließen. Dadurch entsteht eine dichte, wasserdichte Abdichtung. So kann Wasserdampf nicht in die Anschlüsse eindringen und dort Probleme verursachen. Ich empfehle immer, die Isolationswiderstand mit einem Megohmmeter zu überprüfen. Man sollte einen Widerstand von mehreren hundert Megohm haben – selbst bei einer Luftfeuchtigkeit von 90 %. Wenn die Abdichtung versagt, kann Feuchtigkeit eine Brücke zwischen dem Leiter und dem Gehäuse bilden – dann hat man ein Problem.
Auswahl der Materialien und Erdung
Für das Gehäuse gibt es zwei Möglichkeiten: leitfähige Polymere oder eingeleitetes Edelstahl. Wenn man Metall verwendet, muss das Gehäuse mit dem Erdungsnetz verbunden werden. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme. Falls es zu einem Leck kommt, schaltet der Schalter sofort ab – anstatt dass das ganze Gehäuse zum Leiter wird. Was die Verkabelung angeht, verwenden wir Kabel mit IP65- oder IP67-Zertifizierung. Normale PVC-Hüllen sind hier nutzlos – sie brechen bereits nach wenigen Hitze-Kälte-Zyklen. Kabel mit Silikonschäumen sind die bessere Wahl. Sie können den Temperaturen sowie der Feuchtigkeit standhalten, ohne kaputtzugehen.
Das Gleichgewicht zwischen Wärme und Abdichtung
Hier liegt das Problem: Je enger alles abgedichtet ist, desto weniger Luftfluss gibt es um die Anschlüsse herum. Dadurch bleibt die Wärme im Inneren des Geräts. Wenn man die Abdichtung zu stark betont und keine Rücksicht auf die thermische Ausdehnung nimmt, kann die Abdichtung bei Erwärmung sogar beschädigt werden. Es handelt sich dabei um ein Balanceakt: Man braucht zwar eine wasserdichte Abdichtung, aber auch genügend Freiraum, damit die Verkabelung nicht zerstört wird.